Tödlicher Arbeitsunfall

Mit dem Alarmstichwort "Fahrzeugbrand - LKW in Stromleitung" wurden die FF Rainbach & Höcking am 10.07. um 14:55 Uhr alarmiert.

Ein 35-jähriger Lkw-Fahrer transportierte Beton zu einer Baustelle im Ortsteil Pfaffing. 50 Meter entfernt wusch er das Förderband seines Betonmischwagens und wollte dieses nach der Reinigung einklappen. Dabei berührte der Mann mit dem in die Höhe ausgefahrenen Förderband eine unmittelbar darüber führende 30 kV Starkstromleitung.

Da das Förderband nur mit einem Kabel der Leitung in Kontakt kam, schaltete sich der Strom nicht automatisch ab. Augenzeugen berichteten von Funkenflug, ein Brand brach jedoch nicht aus.

Aufgrund des Unfalls fiel jedoch in Rainbach der Strom aus. Die Feuerwehren wurden über Pager alarmiert und nicht über Sirene, die elektrischen Tore mussten über die Notentriegelung geöffnet werden. Parallel zu den Feuerwehren wurde die Energie AG verständigt, die Starkstromleitung abzuschalten.

Bei Eintreffen der Feuerwehren Rainbach und Höcking, die mit 29 Mann im Einsatz waren, lag der 35-Jährige am Boden neben dem Betonmischwagen. Er dürfte sich nach wie vor im Stromkreis befunden haben. Die Feuerwehren sperrten den Unfallort großräumig ab.

In der Zwischenzeit trafen das Rote Kreuz und der Notarzthubschrauber Christophorus 3 am Unfallort ein. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Betonmischwagen nach wie vor unter Strom stand, mussten die Einsatzkräfte auf die Abschaltung der Starkstromleitung durch die Energie AG warten.

Erst als die Freigabe eintraf, konnten die Rettungskräfte zu dem schwer verletzten 35-Jährigen gefahrlos vordringen und begannen ihn sofort zu reanimieren. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in das Klinikum Passau geflogen, wo er kurz darauf starb.